Kerstin Hartmann

Miteinander sprechen, immer wieder


Ein Plädoyer für das Rebriefing


Das kennen Sie sicher auch. Immer wieder kommt es vor, dass wir an einander vorbeireden - sei es beruflich oder privat. Oft denken wir bei Gesprächen oder Meetings sogar, dass alle über das gleiche Thema und identische Inhalte sprechen, ja, dass wir alle die gleichen Ziele verfolgen. Tatsächlich ist dies jedoch nicht immer so. Menschen interpretieren Worte und Sätze unterschiedlich, so dass es im zwischenmenschlichen Dialog immer wieder zu Missverständnissen kommt.


Auch wir als PR-Experten stehen bei der Planung und Durchführung von Kommunikationsmaßnahmen vor der Aufgabe, die Wünsche und Ziele des Kunden genau zu erkennen und zu verstehen. Dabei hilft es uns, wenn wir gut zuhören und die Vorgaben des Kunden (das Briefing) ernst nehmen. Dies alleine reicht jedoch oft nicht aus. Nicht immer können wir sicher sein, auf Anhieb genau verstanden zu haben, was der Kunde wirklich möchte.


Daher möchte ich eine Lanze brechen für ein eher vernachlässigtes Werkzeug bei der Umsetzung von Kommunikationsmaßnahmen – das Rebriefing. Während es in der PR-Ausbildung als ein wichtiges Werkzeug hervorgehoben wird, findet es in der Praxis allzu oft gar nicht statt. Es fehlt häufig schlicht die Zeit dafür. Dabei könnte ein Rebriefing helfen, Missverständnisse zu vermeiden und dadurch Zeit zu sparen.


Das Rebriefing – egal, ob schriftlich oder mündlich - gibt uns die Möglichkeit, an fraglichen Stellen genau und gezielt nachzufragen. So können die Kommunikationsziele noch vor der Projektumsetzung eindeutig definiert und festgezurrt werden und die Maßnahmen unserer Kunden können zur vollen Zufriedenheit umgesetzt werden.

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